Powered by Blogger.

Featured Slider

Vorsorge treffen (Teil 2)










Nach meiner Buchempfehlung "Das erste Trauerjahr" von Eva Terhorst, möchte ich euch heute ein wenig für das Thema Bestattung sensibilisieren.


Wir alle werden eines Tages Menschen die uns sehr wichtig sind verlieren. Die Eltern, den Ehepartner, Großeltern...


Das ist sehr schmerzhaft. Und wir sind mit der Situation an sich schon schwer belastet, da wir trauern.


In dieser Zeit müssen wir aber auch Dinge erledigen. Wie zum Beispiel, Behördengänge, der Besuch beim Bestatter, um die Beerdigung vorzubereiten. Und später werden wir dann auch irgendwann noch die Kleidung oder Gegenstände dieser Person aus der Wohnung aussortieren und weggeben.


Auch ich habe schon einige liebe Menschen nicht mehr bei mir. Aber es hat mir geholfen, dass ich wusste, was sie sich zum Beispiel nach ihrem Tod für eine Beerdigung wünschen. Hier kommt der letzte Wille, der zu erfüllen ist, ins Spiel. Und folgende Fragen, die im Vorfeld mal besprochen werden sollten:


  1. Welche Art der Beerdigung ist gewünscht: Urnen- oder Grabbeisetzung? (in diesem Punkt ist es auch hilfreich zu wissen, ob es vielleicht eine Sterbeversicherung gibt. Sprich Kostendeckung der Beerdigung)
  2. Soll Musik bei der Beerdigung gespielt werden? Welche? (ist /war der Verstorbene in einem Chor, Musikkapelle oder ähnlichem, welche dort auftreten soll?)
  3. Soll eine Trauerfeier im Anschluss der Beisetzung stattfinden?
  4. Welche Art der Trauerfeier wünscht man?
  5. Wer soll zur Trauerfeier eingeladen werden? (eine Adressliste ist hier wichtig zu haben)


Es ist ebenfalls gut zu wissen, ob die Person zum Beispiel, sollte ein Unfall der Grund des Ablebens sein, seine Organe spenden möchte. Und wenn ja welche? Oder welche auf keinen Fall?  (Organspendeausweis).


Im Vorfeld ist es auch nicht verkehrt zu wissen, ob es einen Vorsogeordner gibt. Diese enthalten alle wichtigen Informationen über vorhandene Versicherungen, die zur Absicherung bestehen, die Adressen des Arbeitgebers, der informiert werden muss über den Tod (auch wenn der Verstorbene schon Rentner ist), der Krankenkasse, des Finanzamtes usw. Vorsorgevollmachten sowie behandelnde Ärzte sind dort auch als Formular hinterlegt. Vielleicht sogar das Testatament. Diese Vorsogeordner kann man zum Beispiel für einen kleinen Preis bei der AWO bekommen. Ich habe mir auch einen angelegt, um im Notfall, es meinen Lieben einfacher zu machen. Wo finden sie welche Dokumente. Noch ein Tipp: Diese wichtigen Unterlagen sollten dem Partner / Eltern / Kindern auf jeden Fall bekannt sein. Ich sag dazu griffbereit. Im Homeoffice zum Beispiel an einer bestimmten Stelle. Es erleichtert den Hinterbliebenen ungemein, alles wichtigen Unterlagen beisammen zu haben, und nicht noch suchen zu müssen, wo jetzt welche Unterlagen sind.


Ganz wichtig ist es auch, gerade wenn man verheiratet ist, Vollmachten zu haben. Kontovollmacht zum Beispiel. Ja man sagt immer, dass hat man doch eh. Nein, leider ist das nicht immer so. Ebenfalls wichtig ist, eine Vollmacht zu haben, sollte mal der Partner oder ein Elternteil im Sterben liegen, wie dessen lebenserhaltenen Maßnahmen laufen sollen (Patientenverfügung).


Abklären sollte man im Vorfeld vielleicht auch mal, was mit der Kleidung passieren soll. Gut erhaltene Kleidung kann zum Beispiel gespendet werden. Wenn das gewünscht ist, wo sollen diese hin?


Ihr seht es gibt viele Fragen, und Dinge zu besprechen. Und es ist ungemein erleichternd im Vorfeld mal Gespräche in diese Richtung geführt zu haben. Alleine schon um es einem selber einfacher zu machen, weil man weiß, was zu tun ist, und was gewünscht war und man selber nicht hinterher noch mit einem schlechten Gewissen dasteht, ob man im Sinne seines geliebten Mitmenschen richtig gehandelt hat.


Es grüßt euch ganz lieb eure Luna :-)









Sissy Böhm: Im Schatten des Lichts: Bekenntnisse einer Tochter aus gutem Hause

Eine Biografie, die es in sich hat und nicht für schwache Nerven ist.






Worum geht es?

Sissy Böhm, die Tochter von wir kennen ihn alle "Kaiser Franz" aus der Sissi Trilogie Darsteller Karl Heinz Böhm, erzählt wie sie unter ihm und seiner ersten Ehefrau, ihrer Mutter aufgewachsen ist. Der Vater nie da, und auch nicht wirklich am Leben seiner Tochter interessiert - erst recht nicht mehr nach seiner Scheidung dieser Ehe. Denn dieser Lebensabschnitt gehört nun der Vergangenheit an.
Die Mutter meint man, würde sich nun liebevoll um die Tochter kümmern. Aber weitgefehlt. Diese wird für die beruflichen Zwecke dieser, zum Freudenmädchen herangezogen. Die Schullaufbahn gestaltet sich schwierig und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die junge Sissy, immer wieder auffällig wird und zum Schluss versucht sich umzubringen. Sich jemandem anzuvertrauen, unmöglich für sie. Aber eines Tages bricht sie doch ihr Schweigen.

Eva Terhorst - Das Erste Trauerjahr (Teil 1)







Heute habe ich eine Buchvorstellung der mal ganz anderen Thematik. Und zwar geht es um das Thema Trauerbewältigung. Habt ihr schon einen geliebten Menschen verloren? Ja? Dann wisst ihr wie schmerzhaft das ist. Kam der Tod plötzlich oder war die Person krank, und ihr hattet die Chance euch auf den Verlust schon einzustellen? Egal wie, es tut ungemein weh.

Sabine Bode: Die vergessene Generation

Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen weniger Bücher zu kaufen, mehr zu leihen und meinen Vorrat an ungelesenen Büchern zu verringern. Das klappt schon ganz gut, denn ich habe mir einen Ausweis der Kölner Stadtbibliothek besorgt. Dieser kostet 38 Euro im Jahr und ich muss sagen, der Bestand ist nicht nur riesig, sondern auch brandaktuell.


Rechnen wir mal 38 Euro auf Taschenbücher um. Wären ca. 4 Stück, die ich locker übertreffe beim selber kaufen. Ich kenne die Argumente für das selber gekaufte Buch. Man besitzt es. Ok, aber seien wir mal ehrlich. Wie viele Bücher habt ihr in eurem Leben schon gekauft? Von denen die Erwartung ganz groß war, und ihr später dachtet, dass war ja wohl nichts? Also mir schon ein paar mal. Und dann liegt es in der Ecke und verstaubt dort und nimmt unnötig Platz weg.
Natürlich gibt es auch Bücher die ich niemals weggeben würde und froh bin, sie zu besitzen. Aber mit den Jahren, häuft sich der Bücherturm bis unter die Decke und man weiß nicht mehr wohin damit. Somit habe ich mich wie oben schon gesagt, in der Bibliothek angemeldet und muss sagen, es macht mir Freude.




Heute möchte ich euch daher eines meiner ausgeliehenes Bücher vorstellen:  Die vergessene Generation von Sabine Bode. In diesem geht es so gesehen um die Generation meiner Eltern. Wie sie großgeworden sind mit ihren Eltern nach dem Krieg. Wie sie ihre Eltern erlebt haben. Nach welchem Ratgeber sie unter anderem erzogen wurden. Welche psychischen Folgen, ihren Eltern auf ihrer Seele hinterlassen wurde.


Apropos Erziehungsratgeber: Wusstet ihr, dass man den Erziehungsratgeber von Johanna Haarer, die wohl große Verfechterin von A. H. war, bis 1987 in Buchhandlungen erwerben konnte? Ich fand das so unfassbar. Ich hätte ja verstanden so bis in die 60er Jahre noch. Aber bis 1987!?!




Wie finde ich das Buch?
Es hat viele interessante Aspekte, die mir unter anderem zu verstehen geben, wie sich die Elterngeneration fühlt, aber auch warum die Generation Großeltern gehandelt hat, wie sie es tat. Hier sind ganz viele Personen zu Opfern geworden. Mutig finde ich, dass die Personen im Buch so offen über ihr Erlebtes sprechen und uns sei es den gleichaltrigen oder jüngeren Menschen einen Einblick in ihr Leben gestatten. Denn über dieses Thema ist immer noch nicht alles gesagt. Von daher möchte ich euch dieses Buch ans Herz legen. Vielleicht gibt es in euren Familien auch Situationen bezüglich dieses Themas was nie erläutert wurde. Hiermit könnt ihr es eventuell auch besser begreifen.


Es grüßt euch eure Luna


ISBN: 3608947973